
Artischocke
Cynara scolymus
Selbstbeschränkung und Ausschweifung
Botanik
Die Artischockenpflanze entwickelt eine massige, üppige Gestalt mit weit ausladenden, doppelt fiederschnittigen Blättern. Das Blatt ist wässrig und von geringer Festigkeit — es lässt sich mühelos zwischen den Fingern zerreiben. Dem steht entgegen: Auf der Blattoberseite bilden Drüsenhaare wachsartige, bitter schmeckende Sesquiterpenlactone, die wie eine strukturierende Schale von aussen wirken. Der übermässig schwere Blütenkorb wird durch zähe Hüllblätter von aussen begrenzt. Die Artischocke ist gewissermassen die 'Schnecke unter den Pflanzen' — ihr Wesen festigt und begrenzt vor allem von aussen.
Wirkprinzip
Masslosigkeit und Selbstbeschränkung
Die Artischocke verkörpert das Gleichgewicht zwischen Masslosigkeit und Verzicht. Einerseits bringt sie Üppigkeit und Fülle hervor, andererseits enthält sie ein Prinzip, das dieser Üppigkeit entgegenwirkt. Sie unterstützt den Menschen, einen Ausgleich zwischen Ausschweifung und Selbstbeschränkung zu finden.
Botanische Daten
Signatur & Wirkung
Von der Gestalt zur Heilkraft
Da sich das Wesen der Artischocke nicht so tief mit der Materie verbunden hat, ist sie gerade ideal bei Arteriosklerose: Dort wirken die körpereigenen strukturierenden Kräfte bis ins Innerste verhärtend. Regelmässig eingenommen gehört sie zu den besten Mitteln zur Vorbeugung gegen Arteriosklerose und Verzögerung von Alterungsprozessen. Die wesenhafte Urtinktur muss höher dosiert werden als andere Ceres-Urtinkturen.
Psychologische Signatur
Masslosigkeit und Selbstbeschränkung
Aus: «Psyche des Menschen und Signatur der Heilpflanzen» — R. & H. Kalbermatten
Das Mörserverfahren
Schonend, kalt, vollständig.
Ceres stellt Urtinkturen nach einem einzigartigen Verfahren her: Frische Pflanzen werden in einem speziellen Mörser von Hand verarbeitet — ohne Hitze, ohne maschinelle Zerkleinerung. So bleiben die empfindlichen Wirkstoffe in ihrer natürlichen Komplexität erhalten. Die Mazeration erfolgt in biologischem Alkohol über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist eine Urtinktur, die das vollständige Wirkstoffspektrum der Pflanze bewahrt.




