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Bärlauch (Allium ursinum)
Frühling

Bärlauch

Allium ursinum

Expansionskraft, Dynamik, Macht, Einfachheit

Botanik

Der Bärlauch breitet sich im Frühling mit seinem intensiven Geruch machtvoll in den Wäldern aus. Die breiten, einfachen Blätter stehen in Kontrast zur hoch differenzierten Struktur vieler anderer Pflanzen — ein Zeichen für die Unterordnung des strukturierenden Denkens unter die Lebenskraft. Die weissen Blüten in kugeligen Dolden verbreiten eine kraftvolle, undifferenzierte Expansionsenergie.

Wirkprinzip

Sulfur: Willenskraft

Der Bärlauch ist ein machtvoller, durchdringender Frühlingsbote mit ungeteilter Expansionskraft. Sein Wesen symbolisiert einen Menschen, dessen Lebenskraft ganz im Dienst der Ausbreitung und Tatkraft steht. Das Denken ist klar, einfach und zielgerichtet. Der Bärlauch löst sklerotische Tendenzen, versorgt die Blutzirkulation mit neuer Energie und überwindet die durch Winter und Kälte symbolisierten Stauungs- und Verhärtungstendenzen in Körper und Seele.

Botanische Daten

FamilieAmaryllidaceae (Amaryllisgewächse)
OrdnungAsparagales
Wuchshöhe15–30 cm
BlütezeitApril–Mai
StandortFeuchte Laubwälder, Auwälder; schattige, humose Böden
VerbreitungEuropa, Nordasien; in der Schweiz häufig bis 1400 m
Ceres-BeschaffungWildsammlung CH
PflanzenteilFrische Blätter
VolksnamenBärlauch, Waldknoblauch, Ramsen, Hexenzwiebel, Wild Garlic

Signatur & Wirkung

Von der Gestalt zur Heilkraft

Die ungeteilte Expansionskraft des Bärlauchs — klares, einfaches Denken im Dienst der Machtentfaltung — entspricht seiner Fähigkeit, sklerotische Tendenzen aufzulösen. Er überwindet die durch Winter und Kälte symbolisierten Verhärtungstendenzen mit durchdringender Frühlings-Lebenskraft.

Herkunft & Ernte

Bärlauch wächst wild in feuchten Laubwäldern Europas und Nordasiens. In der Schweiz findet man ihn bevorzugt in Auwäldern und an schattigen Bachrändern.

Erntezeit

März–Mai (vor der Blüte)

Das Mörserverfahren

Schonend, kalt, vollständig.

Ceres stellt Urtinkturen nach einem einzigartigen Verfahren her: Frische Pflanzen werden in einem speziellen Mörser von Hand verarbeitet — ohne Hitze, ohne maschinelle Zerkleinerung. So bleiben die empfindlichen Wirkstoffe in ihrer natürlichen Komplexität erhalten. Die Mazeration erfolgt in biologischem Alkohol über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist eine Urtinktur, die das vollständige Wirkstoffspektrum der Pflanze bewahrt.

Rezept

Bärlauch-Pesto

Zutaten

  • 100 gBärlauchblätter
  • 50 gPinienkerne
  • 50 gParmesan
  • 100 mlOlivenöl
  • 1 PriseSalz

Zubereitung

  1. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  2. Pinienkerne im Mörser zu einer feinen Paste verarbeiten. Es sollten keine einzelnen Stückchen mehr sichtbar sein.
  3. Bärlauch abbrausen und trockenschütteln. Grob hacken und mit einer Prise Meersalz zu den Pinienkernen in den Mörser geben. So lange zerstoßen, bis ein Brei entsteht. Wenn der Mörser etwas kleiner ist, den Bärlauch in mehreren Portionen zugeben. Nach und nach so viel Parmesan und Öl zugeben, bis der perfekte Geschmack und die perfekte Konsistenz erreicht ist. Mit Meersalz abschmecken, eine Weile ruhen lassen und erneut Geschmack und Konsistenz testen. Bei Bedarf nachjustieren.
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