
Johanniskraut
Hypericum perforatum
Lichtassimilation, Nervenkraft, Stabilität
Botanik
Johanniskraut blüht zur Sommersonnenwende, wenn die Lichtkräfte am stärksten sind. Die durchscheinenden Öldrüsen der Blätter (Perforationen) lassen das Licht hindurch. Die Blüten erscheinen wie links- und rechtsdrehende Windräder und bilden beim Zerreiben eine intensiv rote Flüssigkeit (Hypericin). Die Urtinktur ist aufgrund des hohen Hypericingehalts intensiv rot — ein Zeichen für die starke Beziehung zum Licht und zum Blut.
Wirkprinzip
Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau
Johanniskraut hat von allen Heilpflanzen die stärkste Beziehung zum Licht. Die zur Sommersonnenwende blühende Pflanze fördert die Aufnahme und Speicherung von Licht und dessen Umwandlung in Nervenkraft. Bei geschwächter Lichtaufnahmefähigkeit oder bei mangelndem Lichtangebot wirkt es aufhellend. Auch bei Verletzungen von Körper und Seele — Depressionen als Folge von Kränkungen, Nervenverletzungen — besonders wirksam.
Botanische Daten
Signatur & Wirkung
Von der Gestalt zur Heilkraft
Die perforierten Blätter als 'Lichtfenster', die Rotfärbung als Brücke zwischen Licht und Blut, die Blütezeit zur Sonnenwende — alles weist auf die zentrale Funktion hin: Aufnahme und Speicherung von Licht und dessen Umwandlung in Nervenkraft. Die wesenhafte Urtinktur muss besonders sorgfältig dosiert werden.
Psychologische Signatur
Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau
Aus: «Psyche des Menschen und Signatur der Heilpflanzen» — R. & H. Kalbermatten
Das Mörserverfahren
Schonend, kalt, vollständig.
Ceres stellt Urtinkturen nach einem einzigartigen Verfahren her: Frische Pflanzen werden in einem speziellen Mörser von Hand verarbeitet — ohne Hitze, ohne maschinelle Zerkleinerung. So bleiben die empfindlichen Wirkstoffe in ihrer natürlichen Komplexität erhalten. Die Mazeration erfolgt in biologischem Alkohol über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist eine Urtinktur, die das vollständige Wirkstoffspektrum der Pflanze bewahrt.






