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Brennnessel
FrühlingSommer

Brennnessel

Urtica dioica

Aggression, Wille, Selbstüberwindung, Blutreinigung, Eisen

Botanik

Die Brennnessel überrascht durch ihre heftig brennenden Haare — eine ungewöhnliche Erscheinung im Pflanzenreich. Sie besiedelt übersäuerte, stickstoffreiche Böden und entzieht ihnen das Überschüssige. Ihr hoher Eisengehalt (spezifisch für Häm/Blut) und Chlorophyllgehalt (Spiegelbild zum Hämoglobin) sind im Pflanzenreich einzigartig. Die Blüten stehen wie helle, schmale Würstchen oder Raupen vom Stengel ab — ein tierhafter Charakter. Mehrere untypisch-tierische Merkmale treten hervor: innere Triebkraft zur Bewegung und Veränderung.

Wirkprinzip

Willenskraft

Die Brennnessel verkörpert die positive, schöpferische Seite der Aggression: das Beseitigen von Hindernissen, damit Neues entstehen kann. Sie bricht erstarrte Strukturen in Seele und Körper dynamisch auf und besitzt durch ihren Eisengehalt eine spezifische Beziehung zum Blut. Bei keiner anderen Pflanze ist der Begriff 'Blutreinigung' so zutreffend. Sie ist zudem ein hervorragendes Basistherapeutikum zur Behandlung von Allergien — überschiessenden Immunreaktionen als Zeichen fehlgeleiteter Aggression.

Botanische Daten

FamilieUrticaceae (Brennnesselgewächse)
OrdnungRosales
Wuchshöhe30–150 cm
BlütezeitJuni–Oktober
StandortStickstoffreiche Standorte, Waldränder, Gräben, Ödland, Schuttplätze
VerbreitungKosmopolitisch; in der Schweiz allgegenwärtig bis 2500 m
Ceres-BeschaffungWildsammlung CH
PflanzenteilBlühendes Kraut
VolksnamenGrosse Brennnessel, Donnernessel, Hanfnessel, Stinging Nettle

Signatur & Wirkung

Von der Gestalt zur Heilkraft

Die tierischen Merkmale der Brennnessel — Brennhaare mit Tierreich-typischen Giftstoffen (Acetylcholin, Serotonin), raupenartige Blüten, hoher Eisen- und Eiweissgehalt — weisen auf Wille und Durchsetzungskraft hin. Das spiegelbildliche Verhältnis von Chlorophyll (grün/Pflanze/Licht→Substanz) und Hämoglobin (rot/Tier/Substanz→Wärme) begründet die spezifische Beziehung zum Blut.

Psychologische Signatur

PhaseBewahrung

Willenskraft

Aus: «Psyche des Menschen und Signatur der Heilpflanzen» — R. & H. Kalbermatten

Das Mörserverfahren

Schonend, kalt, vollständig.

Ceres stellt Urtinkturen nach einem einzigartigen Verfahren her: Frische Pflanzen werden in einem speziellen Mörser von Hand verarbeitet — ohne Hitze, ohne maschinelle Zerkleinerung. So bleiben die empfindlichen Wirkstoffe in ihrer natürlichen Komplexität erhalten. Die Mazeration erfolgt in biologischem Alkohol über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist eine Urtinktur, die das vollständige Wirkstoffspektrum der Pflanze bewahrt.

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