Botanik
Die lanzettlichen Blätter des Spitzwegerichs sind durch fünf bis sieben parallel hervortretende Blattnerven gegliedert, die wie Muskelstränge wirken und sich aus einem angerissenen Blatt wie Fäden herausziehen lassen. Die Blätter erheben sich dynamisch wie Flammen aus der grundständigen Rosette. Die ganze Pflanze ist durchdrungen von Schleimstoffen, die eine schützende und vermittelnde Funktion an Grenzflächen ausüben.
Wirkprinzip
Der Spitzwegerich ist bildlich gesprochen ein pflanzlicher Feuerlöscher. Er wird angezogen von überhitzten, aufflammenden Prozessen, die er zu löschen und zu kühlen vermag — durch eine kühlende, schützende Schleimschicht. Der entsprechende Konstitutionstyp ist ein Hitzkopf mit intensiven Gefühlen, der bei geringstem Anlass explodiert. Spitzwegerich kühlt die überschiessende Emotionalität und schützt die entzündete Schleimhaut.
Botanische Daten
Signatur & Wirkung
Von der Gestalt zur Heilkraft
Die muskelartigen Blattnerven verweisen nicht auf Muskeln an sich, sondern auf deren Wesen: Emotionen (lat. motio = Bewegung) als die Kräfte, die uns bewegen, mit Muskeln als ihren Instrumenten. Die Schleimstoffe stellen die Durchlässigkeit an der Grenzfläche zwischen Emotionen (Luftelement) und Lebenskräften (Wasserelement) wieder her. Daher die besondere Beziehung zur Lunge als Organ, in dem Luft und Feuchtigkeit sich begegnen.
Das Mörserverfahren
Schonend, kalt, vollständig.
Ceres stellt Urtinkturen nach einem einzigartigen Verfahren her: Frische Pflanzen werden in einem speziellen Mörser von Hand verarbeitet — ohne Hitze, ohne maschinelle Zerkleinerung. So bleiben die empfindlichen Wirkstoffe in ihrer natürlichen Komplexität erhalten. Die Mazeration erfolgt in biologischem Alkohol über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist eine Urtinktur, die das vollständige Wirkstoffspektrum der Pflanze bewahrt.




